Trefferqualität

Juristische Recherche, die Ihre Frage versteht.

Recherchetechnologie für Strafrechtsliteratur und Ermittlungsakten

Die folgenden Funktionen und Messwerte beschreiben unsere separat getestete Recherchetechnologie. Welche davon in Ihrer Konfiguration verfügbar sind, erläutern wir in der Demo.

Fragen Sie in Alltagssprache. Die Recherche übersetzt Ihre Frage in juristische Fachbegriffe und durchsucht Kommentare und Akten einzeln oder gemeinsam. Treffer nennen ihre Fundstelle: Paragraf, Randnummer, Aktenzeichen oder Blattzahl.

So funktioniert die Recherche

Vom Suchbegriff zur passenden Fundstelle

In Ermittlungsakten mit tausenden Seiten und Kommentaren mit zehntausenden Randnummern reicht der genaue Wortlaut einer Frage oft nicht aus. Eine klassische Volltextsuche kann passende Passagen übersehen, wenn sie andere Begriffe verwenden. Generative KI wiederum kann Fundstellen nennen, die nicht existieren.

Die Recherche verbindet deshalb exakte Stichwortsuche mit semantischer Suche. Die gefundenen Passagen bilden die Grundlage für Antworten und bleiben über ihre Fundstellen überprüfbar.

In Alltagssprache fragen

„Wann darf die Polizei eine Wohnung durchsuchen?“ Das System formuliert Ihre Frage juristisch aus, etwa mit § 102 StPO, Durchsuchungsvoraussetzungen und Anfangsverdacht, und erkennt einschlägige Paragrafen.

Bei den Fragen in Alltagssprache erreichte die getestete Konfiguration im internen Benchmark die höchste Trefferqualität der verglichenen Systeme. Das Ergebnis gilt für diesen Testbestand und diese Konfiguration.

Die Quelle an jedem Treffer

Bei Kommentarliteratur nennt ein Ergebnis Paragraf, Gliederungsabschnitt und Randnummer, zum Beispiel „§ 263 StGB, objektiver Tatbestand, Rn. 78“. Bei Akten stehen Fallname, Aktenzeichen, Dokumenttyp und Blattzahl am Treffer. So gelangen Sie zur Originalstelle und können die Aussage selbst prüfen.

Juristische Texte nach ihrer Struktur erschließen

Kommentare werden entlang von Paragrafen, Randnummern und Gliederungsebenen erschlossen. Ermittlungsakten werden nach Dokumenttyp klassifiziert, etwa als Anklageschrift, Zeugenaussage, Vermerk oder Beschluss. Diese Struktur bleibt für die Suche und Filter erhalten.

Exakte Treffer und Sinnzusammenhänge verbinden

Die hybride Suche nutzt zwei Verfahren parallel. Die Stichwortsuche findet genaue Begriffe und Normverweise wie „§ 112 StPO Haftgründe“. Die semantische Suche erfasst inhaltliche Zusammenhänge und kann bei einer Frage zu „Täuschung über das Internet“ auch Textstellen zum Computerbetrug finden.

Die Gewichtung richtet sich nach der Quelle: Bei Kommentaren zählt die Präzision des Wortlauts besonders, während Akten auch umgangssprachliche Formulierungen enthalten.

Die Suche eingrenzen

Filtern Sie nach Paragraf, Gesetz, Fall, Aktenzeichen oder Dokumenttyp. Zum Beispiel nur nach der Anklageschrift, nach Zeugenaussagen oder nach § 263 StGB. Fachliteratur und Akten liegen in getrennten Beständen und lassen sich einzeln oder kombiniert durchsuchen.

Aktenrecherche im eigenen System

Für die lokale Aktenrecherche sieht die Architektur lokale Sprachmodelle, das für deutsche Texte optimierte Mixedbread-Modell für Einbettungen und eine lokale Relevanzsortierung vor. Mandatsinhalte müssen für diesen Recherchepfad das eigene System nicht verlassen. Die Architektur wurde von Juristen mit Blick auf § 203 StGB und die berufsrechtlichen Anforderungen der BRAO entwickelt.

Die folgenden Benchmarkwerte stammen aus einer Konfiguration mit externen Diensten. Sie messen nicht den vollständig lokalen Betrieb.

Trefferqualität im internen Benchmark

Wir haben die Recherche mit identischen Daten gegen mehrere Managed-RAG-Dienste getestet. Der Bestand umfasste den Fischer, StGB-Kommentar, 73. Auflage 2026, und den Schmitt/Köhler, StPO-Kommentar. Die Nennung beschreibt den Testbestand; sie bezeichnet keine Kooperation mit den Verlagen.

18 juristische Testfragen deckten fünf Kategorien ab: exakte Paragrafenfragen, Rechtskonzepte, Alltagssprache, Prozessrecht und Abgrenzungsfragen wie „Betrug oder Computerbetrug?“. Ein separates KI-Modell bewertete die Relevanz der Treffer nach einem festen Schema.

96,3 % relevante Treffer unter den ersten drei

Im Test waren 96,3 % der jeweils drei höchstplatzierten Treffer relevant. Gerundet entspricht das 96 %.

18 von 18 Fragen mit mindestens einem relevanten Treffer

Bei jeder Testfrage fand die getestete Konfiguration mindestens eine relevante Passage. Einer der verglichenen US-Anbieter lieferte bei 3 von 18 Fragen keinen relevanten Treffer.

0,982 von 1,0 für die Rangqualität

Der Wert nDCG@10 beschreibt, wie gut die Reihenfolge der ersten zehn Treffer ihrer bewerteten Relevanz entspricht. 1,0 bezeichnet die ideale Reihenfolge nach diesem Bewertungsschema.

Ergebnisse der verglichenen Konfigurationen

Interner Benchmark, Mai 2026. 18 juristische Testfragen.
SystemRangqualität, nDCG@10Relevanz der ersten drei Treffer
LegalWinner, getestete API-Konfiguration0,9896 %
Managed-RAG-Anbieter A0,9683 %
Azure, beste getestete Konfiguration mit Query-Expansion0,9691 %
Managed-RAG-Anbieter B0,9454 %
Google Gemini File Search0,9291 %
OpenAI Vector Stores0,7444 %

Bei Fragen in Alltagssprache erreichte die getestete LegalWinner-Konfiguration eine Rangqualität von 0,999; alle drei höchstplatzierten Treffer waren relevant. Eine reine Vektorsuche im Vergleich lag in dieser Kategorie unter 0,5. In einem dokumentierten Fehlbeispiel zur „Vermögensverfügung“ lieferte sie Passagen über Schuldunfähigkeit und Sexualdelikte.

Interner Benchmark, Mai 2026: 18 Testfragen in fünf Kategorien, identischer Datenbestand, Relevanzbewertung durch ein separates KI-Modell auf einer Skala von 0 bis 3. Die LegalWinner-Werte stammen aus der Konfiguration „ours-api“ mit Mixedbread-Embedding, Voyage-Rerank und Claude-Expansion. Wiederholte Läufe können um bis zu ±0,03 nDCG schwanken. Die Werte messen die Suche in diesem Test und erlauben keine Aussage über die Fehlerfreiheit juristischer Antworten oder die Leistung des vollständig lokalen Betriebs. Methodik und Rohdaten auf Anfrage.

Antworten an ihren Quellen prüfen

Fehlt einem Sprachmodell passender Quelltext, kann es plausible, aber falsche Angaben erzeugen. Die Recherche setzt deshalb bei der Auswahl der Textstellen und der Rückbindung an die Quellen an.

Relevante Passagen als Grundlage

Je besser das gefundene Material zur Frage passt, desto besser ist die Grundlage für eine quellengebundene Antwort. Die 96,3 % relevanten Treffer unter den ersten drei beschreiben diese Grundlage im internen Benchmark. Eine Halluzinationsrate lässt sich daraus nicht ableiten.

Antworten aus Ihrem Bestand

Im quellengebundenen Recherchemodus ist das Modell angewiesen, Antworten auf die gefundenen Passagen Ihrer Kommentare und Akten zu stützen. Das ersetzt die Kontrolle am Original nicht.

Fundstellen für Ihre Kontrolle

Paragrafen, Randnummern, Aktenzeichen und Blattzahlen führen zurück zu den gefundenen Stellen. Sie können prüfen, ob ein Zitat dort steht und ob es die Aussage trägt. Die juristische Verantwortung bleibt bei Ihnen.

KI kann Fehler machen. Quellenbindung und Fundstellen unterstützen Ihre Prüfung; sie garantieren keine fehlerfreien Antworten.

Testbestand und Suche

  • Rund 25.000 Textabschnitte aus Kommentarliteratur und Akten im Testbestand
  • 560 Aktendokumente, automatisch klassifiziert, darunter Anklageschriften, Zeugenaussagen, Vermerke und Beschlüsse
  • Rund 5 Sekunden von der Frage zur belegten Trefferliste im beschriebenen Testaufbau
  • 5 Filterdimensionen: Paragraf, Gesetz, Fall, Aktenzeichen und Dokumenttyp

Häufige Fragen zur Recherche

Ersetzt das System meine eigene Prüfung?

Nein. Es unterstützt Sie beim Finden und Prüfen von Quellen. Jeder Treffer nennt seine Fundstelle; die juristische Bewertung bleibt bei Ihnen.

Was ist mit meiner Verschwiegenheitspflicht?

Der lokale Recherchepfad ist dafür ausgelegt, Mandatsdaten im eigenen System zu verarbeiten. Seine KI-Komponenten laufen lokal; eine Übermittlung an US-Clouddienste ist für diesen Pfad nicht erforderlich. Die passende Konfiguration für Ihre Kanzlei besprechen wir mit Ihnen.

Muss ich juristisch präzise Suchanfragen formulieren?

Nein. Das System ergänzt juristische Fachbegriffe zu Ihrer Frage in Alltagssprache. Alltagssprache gehörte im internen Benchmark zu den stärksten Kategorien der getesteten Konfiguration.

Welche Quellen durchsucht das System?

Ihre eingelesene Kommentarliteratur und die Ermittlungsakten Ihrer Fälle. Sie können die Bestände getrennt oder kombiniert durchsuchen.

Sehen Sie die Recherche an Ihrer eigenen Akte.

In 30 Minuten zeigen wir Ihnen die Recherche an konkreten Beispielen. Bringen Sie gern eine anonymisierte Akte aus Ihrer Praxis mit.